Der Blindtext
Als Blindtext wird Text bezeichnet, den man bei der Gestaltung von Publikationen verwendet, wenn der eigentliche Text noch nicht vorliegt. Mit Hilfe des Blindtextes kann die Verteilung des Textes auf der Seite (Layout oder Satzspiegel) sowie Lesbarkeit und Platzbedarf der verwendeten Schriftarten (Typografie) beurteilt werden. Er besteht aus einer mehr oder minder sinnlosen Folge von Wörtern, oft auch nur aus wortähnlichen Silbenfolgen. Komponisten von Liedern benutzen Blindtexte beim Komponieren von Melodien und singen diese, bevor der Liedtext gedichtet wird.
Andere Texte dienen dazu, die Eigenheiten der Schriftarten mit einander vergleichen zu können. Deshalb müssen in ihnen möglichst alle (viele) Buchstaben und Sonderzeichen verwendet werden, die für die jeweilige Sprache typisch sind. Das bekannteste deutsche Beispiel ist der Satz „Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.“, das englische Pendant lautet „The quick brown fox jumps over the lazy dog“ (der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund), das „lateinische“ Lorem ipsum.
Historie
"Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, sadipisci velit …" ist ein Blindtext, der nichts bedeuten soll, sondern als Platzhalter im Layout verwendet wird. Die Verteilung der Buchstaben und der Wortlängen des pseudo-lateinischen Textes entspricht etwa der natürlichen (lateinischen) Sprache. Der Text ist (absichtlich) unverständlich, damit der Betrachter nicht durch den Inhalt abgelenkt wird.
